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Einführung in die Pedobarographie
Die Pedobarographie (Fußdruckmessung) stellt eine apparative Methode bei der Betrachtung funktioneller Störungen der Biomechanik des Fußes dar. Sie unterstützt dadurch die Bearbeitung bewegungsanalytischer Aufgabenstellungen. Während der letzten 15 Jahre hat die Methodik der Druckverteilungsmessung einen wichtigen Stellenwert in der klinischen und biomechanischen Forschung eingenommen.
Mithilfe der Pedobarographie ist sowohl eine statische als auch dynamische Erfassung der plantaren Druckverteilung über die Zeit möglich. Dies wird unterstützend bei der Beschreibung von Bewegungen biologischer Systeme mit dem Ziel der Bewegungserklärung genutzt.
Das Verfahren wird international in der Evaluation, sowie in der präventiven Diagnostik des diabetischen Fußes angewandt. Es ermöglicht die Beschreibung mechanischer Beanspruchung bei Arbeits- und Alltagsbelastungen und die Optimierung von Bewegungsabläufen. Weiterhin dient es zur postoperativen Kontrolle nach Fußoperationen, als apparatives Hilfsmittel bei der Diagnostik unklarer Fußbeschwerden, sowie in der Betreuung von Sportlern.
Die heute gebräuchlichen Messsysteme lassen sich sowohl hinsichtlich der verwendeten Messtechnik (optisch, kapazitiv, piezoelektrisch), als auch in Bezug auf die im System angewandte Konfiguration unterscheiden. Anwendung finden neben Druckmessplatten, Einzelsensoren und Matrixsystemen auch Einlegesohlen für Messungen im Schuh. Letztere Technik ermöglicht die Erfassung mehrerer Schritte hintereinander während eines kontinuierlichen Gang- bzw. Laufzyklus. Der Einsatz in der Evaluierung von Schuhen und orthopädischen Schuheinlagen ist bewährt.
Eine Aussage über individuelle Strukturen kann nur durch eine direkte Messung unter dem Fuß getroffen werden.
Die Messgenauigkeit wird maßgeblich durch die relative Bewegung zwischen Fuß und Sohle, die viskoelastischen Eigenschaften des Materials der Messsohle und die Variabilität der anatomischen Zuordnung beeinträchtigt.
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